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Fährhafen Sassnitz begrüßt Rekord-Frachter

04.08.2013

Sassnitz/Mukran, 4. August 2013. Sassnitz-Mukran entwickelt sich zu einem wichtigen Umschlagplatz im internationalen Agrar-Handel. In den vergangenen Tagen wurde die „Pontonikis“ im Fährhafen Sassnitz mit insgesamt 32.000 Tonnen Gerste beladen. Mit einer Länge von 225 Metern und einer Breite von 32 Metern sowie wie einer Kapazität von 72.000 Tonnen ist es das größte Frachtschiff, das den Fährhafen Sassnitz jemals angelaufen hat. Ziel der Ladung ist Saudi-Arabien.

Der im Jahr 2002 fertig gestellte Frachter der sogenannten Panamax-Klasse wurde von der VIELA Export GmbH mit erntefrischer Gerste beladen. Bei der Anlieferung des Getreides konnte die sogenannte trimodale Verkehrsanbindung - Wasser, Straße, Schiene - des Fährhafens Sassnitz optimal genutzt werden. Mit zwei Schiffen wurden 7.000 t Gerste von Vierow aus geliefert. Weitere 4.000 t kamen per Schiene in Ganzzügen aus Sachsen und die restlichen 21.000 t über die Straße per LKW von der Insel Rügen und dem näheren Festland - ein Teil der Gerste wurde direkt von Rügener Landwirten per Traktor angeliefert.

Bereits Anfang der Woche begann die VIELA Export GmbH mit der Verladung mittels einer Schüttgutgosse. Heute legte die „Pontonikis“ in Richtung Hamburg ab, um weitere 40.000 t Gerste aufzunehmen. Danach geht es zum Bestimmungsziel nach Saudi-Arabien. Die VIELA Export GmbH war im Rahmen dieses Auftrags für Einkauf und Finanzierung, die Vorbereitung für den Export, also die Kontrolle der Ware sowie die Verzollung, und die Verladung der Gerste auf die „Pontonikis“ verantwortlich.

Henning Bligenthal, Geschäftsführer der VIELA Export GmbH, betonte die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Fährhafen Sassnitz: „Es gibt nur wenige Häfen, die mit ihrer seegeografischen Lage, den guten Navigationsbedingungen und Hinterlandanbindungen sowie der vorhandenen Infrastruktur so gut aufgestellt sind wie der Fährhafen Sassnitz. Daher streben wir für die Zukunft ein gesteigertes Engagement am Standort Sassnitz-Mukran an.“

Harm Sievers, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH, erklärte: „Schiffe und Umschläge dieser Größenordnung bestätigen die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Hafen- und Industriestandortes. Mit Projekten wie diesen etabliert sich der Fährhafen Sassnitz als wichtiger Umschlagplatz für Agrar-Produkte - national wie auch international.“


Über den Fährhafen Sassnitz

Der Fährhafen Sassnitz ist der einzige Hafenstandort Westeuropas mit Gleis- und Umschlagsanlagen für
Eisenbahnwaggons der russischen Breitspur und wird daher häufig als westlichster Cargo-Bahnhof der Transsibirischen Eisenbahn bezeichnet. Dieses Alleinstellungsmerkmal des Fährhafens gestattet den Umschlag und die Verpackung von Gütern nach und aus den GU-Staaten sowie dem Baltikum und Finnland. Zum Einzugsgebiet gehören Kunden mit Warenströmen aus Mittel- und Südosteuropa, die dank der günstigen seegeographischen Lage die regelmäßigen Fährverbindungen nach Schweden (Trelleborg), Litauen (Klaipeda/Memel), Russland (St. Petersburg, Ust-Luga) sowie Dänemark (Rønne) in Anspruch nehmen. Der östlichste Tiefwasserhafen Deutschlands ist durch seine Wassertiefe von bis zu 10,50 Metern für alle im Ostseeraum operierenden Schiffsklassen zugänglich.

Über die VIELA Export GmbH

Die VIELA Export GmbH mit Sitz in Vierow wurde 1993 gegründet und ist spezialisiert auf den Import und Export von Gütern der Agrarwirtschaft. Darüber hinaus errichtet und betreibt das Unternehmen Anlagen zur Aufbereitung, zur Qualitätssicherung und zum Umschlag von Agrarprodukten. Die Qualitätsbestimmung der Im- und Exportgüter über Labor- und Analysedienstleistungen gehört ebenfalls zum Angebot. In den Jahren 2003/2004 wurde im Gewerbe-Industriegebiet Hafen Vierow eine Betriebsstätte für die agrarmarktorientierte Im-und Exporttätigkeit errichtet.

Autor des Bildmaterials: Viela Export GmbH