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Fährhafen Sassnitz erweitert seine Aktivitäten mit Hafenbahn

20.04.2011

Sassnitz/Mukran, 20. April 2011 - Zusammen mit der TME Torsten Meincke Eisenbahn GmbH bildet die Fährhafen Sassnitz GmbH ein eigenständiges öffentliches Eisenbahnverkehrsunternehmen. Die Hafenbahn „Baltic Port Rail Mukran“, ein Tochterunternehmen der Fährhafen Sassnitz GmbH, hat heute offiziell den Betrieb aufgenommen. Die Aufnahme des Rangierbetriebs soll den Hafen- und Schienenumschlag besser verzahnen und die Flexibilität aller Eisenbahn-Breitspuraktivitäten erhöhen. Dafür hat der Fährhafen Sassnitz-Mukran in den letzten Monaten Gleise von der DB AG übernommen und seine Gleisinfrastruktur dadurch auf insgesamt 22 Kilometer erweitert.

„Der Fährhafen Sassnitz-Mukran entwickelt sich gut. Durch die neue Hafenbahn wird die Gleisinfrastruktur in Zukunft aus einer Hand gesteuert“, sagte Volker Schlotmann, Verkehrsminister Mecklenburg-Vorpommern, heute in Sassnitz. „Damit wird der Betrieb für die Kunden flexibler.“

Zunächst wird die Hafenbahn 13 Arbeitsplätze in den Bereichen Eisenbahnfahrzeugführung, Dispatcher, Wagen- und Rangiermeister, Eisenbahnbetriebsleiter, Rangierbetriebsleitung und Abfertigungsdienst schaffen.

Die Verkehrsdurchführung vor Ort wird nach dem Übereinkommen über den internationalen Eisenbahnverkehr, kurz CIM, geregelt, das bei allen grenzüberschreitenden Beförderungen von Gütern und Personen Anwendung findet. Die neue Hafenbahn schließt derzeit Verträge bzw. Abkommen mit und Mitgliedschaften in internationalen Eisenbahnorganisationen ab. Dabei wird eng mit den Partnerbahnen aus Russland und Litauen zusammengearbeitet.
Zum Umschlag der Güter stehen fünf Terminals zur Verfügung: DB Schenker mit der Umachsung auf Normalspur, das BUSS Rail Terminal Sassnitz für Stück- und Schwergut-Ladungen, Rail Marketing für Stückgut aller Art und flüssige Stoffe (Gefahrgut), die auf den Umschlag von Agrargütern spezialisierte VIELA Export GmbH sowie das Fährhafenterminal für Strassen- und Schienenfahrzeuge aller Art.

„Mit der Betriebsaufnahme der Hafenbahn haben wir einen ersten, wichtigen Schritt getan“, erklärt Harm Sievers, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH. „Durch die Erweiterung unserer Infrastruktur können wir unseren Kunden als eigenes Breitspurverkehrsunternehmen einen erstklassigen Service bieten, von dem sie nachhaltig profitieren.“

Über den Fährhafen Sassnitz
Der Fährhafen Sassnitz ist der einzige Hafenstandort Westeuropas mit Gleis- und Umschlagsanlagen für Eisenbahnwaggons der russischen Breitspur und wird daher häufig als westlichster Cargo-Bahnhof der Transsibirischen Eisenbahn bezeichnet. Dieses Alleinstellungsmerkmal des Fährhafens gestattet den Umschlag und die Verpackung von Gütern nach und aus den GUS Staaten sowie dem Baltikum und Finnland. Zum Einzugsgebiet gehören Kunden mit Warenströmen aus Mittel- und Südosteuropa, die Dank der günstigen geographischen Lage die regelmäßigen Fährverbindungen nach Schweden (Trelleborg), Litauen (Klaipeda/Memel), Russland (St. Petersburg) sowie Dänemark (Rønne) in Anspruch nehmen.