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Fährhafen Sassnitz engagiert sich für Entwicklung von „grünem Transportkorridor“ in der Ostsee-Region

16.03.2012

Sassnitz, 16. März 2012 - Im Rahmen des von der EU-geförderten Projekts „East West Transport Corridor II“ (EWTC II) fand am 14. März das 6. Partner Meeting im Fährhafen Sassnitz statt. Vertreter aus drei Ländern diskutierten zwei Tage über die Inhalte einzelner Arbeitspakete sowie einen gemeinsamen EWTC II-Aktionsplan und besuchten die Häfen Sassnitz und Trelleborg. Das Projekt hat unter anderem die Verlagerung von Verkehren von der Straße auf Schiff und Schiene sowie die Schaffung und Entwicklung eines nachhaltigen, effizienten und reibungslosen Ost-West-Transportkorridors zum Ziel.

Der Fährhafen Sassnitz engagiert sich bereits seit Juni 2009 für das EU-geförderte Projekt und unterstützt damit mittelfristig zentrale Ziele der EU-Verkehrspolitik. Der Schwerpunkt der Aktivitäten des Fährhafens liegt dabei auf der Fährverbindung Sassnitz-Klaipeda, die von der Reederei DFDS Seaways dreimal wöchentlich angeboten wird. Ziel ist es, die Fährlinie effizienter mit Fracht auszulasten und ein weitreichenderes Netzwerk zu potentiellen Kunden, sowie zu Wirtschaftsverbänden und Politik aufzubauen. Im Rahmen von Delegationsreisen, Hafentagen und Messeauftritten wird kontinuierlich auf die Standortvorteile des Fährhafens aufmerksam gemacht und das Kontaktnetzwerk zu wichtigen Entscheidungsträgern ausgebaut. Langfristig sollen dadurch zusätzliche Fährrelationen - insbesondere nach Russland - im Rahmen eines „grünen Transportkorridors“ über die Ostsee entwickelt werden.

Dieter Holtz, Bürgermeister der Stadt Sassnitz, sprach am Mittwoch in seinem Grußwort über den Fortschritt des EU-Projektes und lobte den Einsatz des Fährhafens Sassnitz: „Die Entwicklung der Ost-West-Verkehre und die Verlagerung von der Straße auf Schiff und Schiene ist im Hinblick auf die Transportströme ein sehr wichtiges Thema. Die Fährhafen Sassnitz GmbH beteiligt sich aktiv an dem Prozess und entwickelt gemeinsam mit den Projektpartnern innovative, nachhaltige und effiziente Transportkonzepte für die Ostsee-Region. Die Stadt Sassnitz wird auch zukünftige Bemühungen, die im Rahmen des Nachfolge-Projekts ‚Amber Coast Logistics‘ umgesetzt werden, weiter unterstützen.“

Auch Harm Sievers, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH, ist mit den Ergebnissen des EWTC II Partner Meetings zufrieden: „Eine enge Zusammenarbeit mit starken Partnern aus der maritimen Branche und der Politik spielt für die Entwicklung von neuen Transportkonzepten eine Schlüsselrolle. Das EWTC II-Projekt hat dazu beigetragen, dass ein reger Ideenaustausch stattgefunden hat, der die Entwicklung eines nachhaltigen, effizienten und reibungslosen Ost-West-Transportkorridors erst ermöglicht.“

Das Meeting der rund 20 Partner begann bereits am 13. März in Sankt Gertrud in Malmö, Schweden. Neben der Diskussion von Inhalten des gemeinsamen EWTC II-Aktionsplans, berichtete EWTC II-Projektleiter Mathias Roos auch über zukünftige Aufgaben und projektstrategische Fragen. Nach einem Rundgang im Hafen von Trelleborg, fuhren die Mitglieder an Bord der Scandlines-Fähre „MS Sassnitz“ nach Sassnitz. Der zweite Tag begann mit einer Führung über das Gelände des Fährhafens Sassnitz. Hier wurden die Projektpartner über den Bau des neuen Offshore-Terminals und die Fährverbindungen Richtung Skandinavien, Russland und ins Baltikum informiert. Nach weiteren Vorträgen aus den einzelnen Arbeitspaketen endete das Meeting mit einem Schlusswort von Roos.

Das EWTC II-Projekt wird im September 2012 enden. Ein weiteres EU-Folgeprojekt, Amber Coast Logistics, konnte bereits im Sommer 2011 erfolgreich akquiriert werden.


Über den Fährhafen Sassnitz:
Der Fährhafen Sassnitz ist der einzige Hafenstandort Westeuropas mit Gleis- und Umschlagsanlagen für Eisenbahnwaggons der russischen Breitspur und wird daher häufig als „westlichster Cargo-Bahnhof der Transsibirischen Eisenbahn“ bezeichnet. Dieses Alleinstellungsmerkmal des Fährhafens gestattet den Umschlag und die Verpackung von Gütern nach und aus den GU-Staaten sowie Russland, dem Baltikum und Finnland. Zum Einzugsgebiet gehören Kunden mit Warenströmen aus Mittel- und Südosteuropa, die Dank der günstigen geografischen Lage die regelmäßigen Fährverbindungen nach Schweden (Trelleborg), Dänemark (Rønne), Litauen (Klaipeda) und Russland (St. Petersburg) in Anspruch nehmen.

Über das EWTC II-Projekt
Gemeinsam mit 30 anderen Partnern wirkt der Fährhafen Sassnitz im Rahmen des Projekts an der Entwicklung eines effizienten und nachhaltigen Ost-West-Transportkorridors mit. Zur Verwirklichung der Projektziele sollen insbesondere die umweltschonenden Verkehrsträger Schiff und Schiene gestärkt werden. Das Projekt läuft seit Juni 2009 und wird im September 2012 abgeschlossen sein. Insgesamt stehen den Projektpartnern aus Deutschland, Schweden, Dänemark, Litauen und Weißrussland 5,9 Mio. Euro aus Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für Regionale Zusammenarbeit“ für ihre Aktivitäten zur Verfügung.